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Förderübersicht des BAFA ab 01.01.2020 - Heizen mit erneuerbaren Energien

 

Fördermaßnahmen durch das BAFA

Ab dem 01.01.2020 gelten die Bestimmungen der Richtlinien zur Förderung von Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt vom 30.12.2019.
Die Zuschüsse des BAFA für Investitionen zum Heizen mit Erneuerbaren Energien (Solarthermie, Biomasse und Wärmepumpen) wurden durch das Bundesumweltministerium geändert, bzw. zum Teil noch deutlich erhöht.

Allgemeine Fördervoraussetzungen


Vorab gilt: Ganz wichtig ist es zunächst, dass Sie den Förderantrag beim BAFA stellen, bevor Sie den Kaufvertrag mit einem Fachbetrieb abschließen oder mit der geplanten Maßnahme beginenn. Erst nach Eingang des Förderantrags beim BAFA (hier gilt das Eingangsdatum des Antrages beim BAFA) dürfen Sie den Kaufabschluss tätigen, bzw. die Ware kaufen oder bestellen.

Die Fördermaßnahmen gelten für Anlagen, die der Wärme- oder Kältebereitstellung für Gebäude dienen, in denen bereits seit über 2 Jahren ein Heizungssystem in Betrieb ist. Eine Förderung im Neubau ist unter bestimmten Vorgaben ebenfalls möglich. Außerdem darf keine Nachrüstpflicht für das vorhandene Heizungssystem nach EnEV § 10 bestehen.
Tipp: Wir empfehlen nicht erst abzuwarten, bis eine gesetzliche Austauschpflicht der alten Heizungsanlage eintritt, denn dann gehen Sie leer aus. Werden Sie jetzt aktiv und stellen Sie den Förderantrag, um von den hohen Zuschuss-Fördermöglichkeiten zu profitieren.

Die Förderübersicht ab 01.01.2020

Hier geben wir Ihnen eine kurze Übersicht über die möglichen Förderungen (Investitionszuschüsse) des BAFA:


  • Der Fördersatz einer Biomasseanlage oder Wärmepumpenanlage beträgt

    • im Gebäudebestand: 35% (1)
    • im Gebäudebestand mit Austauschprämie der alten Ölheizung: 45% (1)
    • im Neubau: 35% (1)


  • Der Fördersatz einer Solarkollektoranlage(2) beträgt

    • im Gebäudebestand: 30% (1)
    • im Neubau: 30% (1)


  • Der Fördersatz einer Erneuerbaren Energien Hybridheizung (EE-Hybride)(3) beträgt

    • im Gebäudebestand: 35% (1)
    • im Gebäudebestand mit Austauschprämie der alten Ölheizung: 45% (1)
    • im Neubau: 35% (1)


  • Der Fördersatz einer Gas-Hybridheizung mit erneuerbarer Wärmeerzeugung beträgt

    • im Gebäudebestand: 30% (5)
    • im Gebäudebestand mit Austauschprämie der alten Ölheizung: 40% (5)


Der Gebäudebestand ist gegeben, wenn im Gebäude seit mehr als zwei Jahrenn ein anderes Heizungssystem oder Kühlsystem in Betrieb ist.

1) Die Fördersätze beziehen sich auf die förderfähigen Kosten für die beantragte Maßnahme
2) Da eine Solarkollektoranlage nie allein die gesamte Heizlast eines Gebäudes tragen kann, wird hier keine Austauschprämie gewährt.
3) Kombination einer Biomasse-, Wärmepumpen- und/oder Solarkollektoranlage
4) Renewable Ready: Installiert wird eine Gasbrennwertheizung mit Speicher und Steuerungs- und Regelungstechnik für die spätere Einbindung eines erneuerbaren Wärmeerzeugers.
5) Gilt für die gesamte förderfähige Anlage, inkl. erneuerbarer Wärmeerzeuger.


Fallbeispiele:


Beispiel 1: Sie möchten Ihren alten Ölkessel austauschen und einen Holzvergaserkessel BioX in Kombination mit einer Solarthermieanlage installieren.
Für die Solaranlage und den Holzvergaserkessel in Kombination (EE-Hybride) können Sie 35% der förderfähigen Kosten beantragen. Insofern für den Ölkessel noch keine gesetzliche Austauschpflicht nach EnEV § 10 besteht erhöht sich der Fördersatz um 10 Bonuspunkte (Austauschprämie) auf insgesamt 45%.

Beispiel 2: Sie möchten zusätzlich zur vorhandenen Ölheizung eine Solarthermieanlage installieren. Hier können Sie 30% der förderfähigen Kosten als Zuschuss beantragen.


Beispiel 3: Sie möchten anstellle Ihrer noch nicht austauschpflichtigen Ölheizung eine Gas-Brennwertheizung mit einer Solarthermieanlage installieren. Hier können Sie 40% der förderfähigen Kosten als Zuschuss beantragen. Die Solaranlage muss hier 25% der Heizlast decken.


Beispiel zur Berechnung der Heizlastdeckung von 25% von Solaranlagen bei Gas-Hybridanlagen:
Die Gebäudeheizlast ist bevorzugt nach EN 12831 zu ermitteln, alternativ sind auch überschlägige Heiztlastermittlungen auf der Basis der EN 12831 zulässig
Bei solarthermischen Anlagen wird eine Kollektorleistung von 635 W/m² Bruttokollektorfläche zugrunde gelegt zur Ermittlung der 25 % Heizlast.

Bei einer angenommenen Gebäudeheizlast von 21 kW wäre somit eine Mindestkollektorfläche von 8,27 m² erforderlich (Formel: Heizlast in kW × 0,25 ÷ 0,635 kW/m² ).
Da sich jedoch aufgrund der prozentualen Förderung diese automatisch bei größeren Anlagen erhöht,
empfehlen wir eine detailliertere Auslegung. Hier finden Sie die Planungshilfe von Solarbayer )




Was sind förderfähige Kosten?

Folgende tatsächlich entstandene Kosten können für die Förderung angesetzt werden:

  • Anschaffungskosten für die neue Heizung
  • Kosten der Installation, Einstellung und Inbetriebnahme der neuen Heizung
  • folgende notwendige Maßnahmen in unmittelbarem Zusammenhang mit der Installation und Inbetriebnahme der neuen Heizung:
    • Deinstallation und Entsorgung der Altanlage inkl. ggf. Tanks
    • Optimierung des Heizungsverteilsystems (Anschaffung und Installation von Flächenheizkörpern, Verrohrung, Hydraulischer Abgleich, Einstellen der Heizkurve etc.)
    • notwendige Wanddurchbrüche
    • Erdbohrungen zur Erschließung der Wärmequelle bei Wärmepumpen
    • Schornsteinsanierung
    • Anschaffung und Installation von Speichern bzw. Pufferspeichern

  • Kosten für die Errichtung eines Staubabscheiders oder einer Einrichtung zur Brennwertnutzung bei Biomasseanlagen
  • Ausgaben für die Einbindung von Experten für die Fachplanung und Baubegleitung des Einbaus der geförderten Anlage


Die förderfähigen Kosten, die anerkannt werden können, sind begrenzt:

  • bei Gebäuden, die überwiegend dem Wohnen dienen (Wohngebäude), können max. 50.000 Euro pro Wohneinheit anerkannt werden,
  • bei Gebäuden, die nicht überwiegend dem Wohnen dienen (Nichtwohngebäude), können max. 3,5 Mio. Euro pro Gebäude anerkannt werden.

Werden Unternehmen nach der AGVO gefördert, sind nur die Mehrkosten der beantragten Maßnahme gegenüber einer technisch und wirtschaftlich realistischen weniger umweltfreundlichen Alternative (Investitionsmehrkosten) förderfähig.

Grundsätzlich können hier die Bruttokosten, d.h. inklusive Umsatzsteuer, angesetzt werden. Allerdings können vorsteuerabzugsberechtigte Antragsteller nur die Nettokosten geltend machen.



BAFA - Merkblatt zu den förderfähigen Kosten




Das Antragsverfahren

  • Das sollten Sie vor der Antragstellung beachten:

    Die Investitionszuschüsse im Programm Heizen mit erneuerbaren Energien sind immer vor dem Kauf der Anlage bzw. Vertragsschluss mit einem Installateur beim BAFA zu beantragen. Die Antragstellung erfolgt via Onlineformular, die entsprechenden Antragsformulare finden Sie auf der Website des BAFA www.bafa.de

    WICHTIG: Da die Fördersumme abhängig von den Leistungen bzw. den Kosten der Maßnahme ist, die gefördert werden sollen, benötigen Sie die förderfähigen Kosten bereits vor der Antragstellung durch Einholung der entsprechenden Angebote. Diese Kosten müssen bereits bei der Antragstellung angegeben werden und können im Nachhinein nicht mehr nach oben geändert werden.



Möglicher Ablauf der Antragstellung beim BAFA

1. Antrag stellen

Wichtig ist zunächst, dass Sie den Förderantrag beim BAFA stellen, bevor Sie den Kaufvertrag mit einem Fachbetrieb abschließen oder mit der geplanten Maßnahme beginenn. Sämtliche Angebote über förderfähige Kosten sollten Ihnen dann bereits vorliegen, denn diese können laut BAFA später nicht mehr nach oben korrigiert werden.
Tipp: Bei der Antragstellung können wir Sie gerne unterstützen.

2. Rückmeldung vom BAFA

Sie erhalten vom BAFA per E-Mail in der Regel unmittelbar nach erfolgter Online-Antragstellung eine kurze Bestätigung über den Eingang des Antrages, sowie nach ca. 5 - 10 Wochen (je nach Auslastung) postalisch die weiteren Förderunterlagen (Zuwendungsbescheid, Verwendungsnachweis, Fördervoraussetzungen, Hinweise über noch einzureichende Unterlagen, ...) und die Online-Zugangsdaten für den Upload der Förderunterunterlagen mit Verwendungsnachweis.
Tipp: Nach Erhalt der Eingangsbestätigung vom BAFA dürfen Sie mit der geplanten Maßnahme beginnen und die Anlage installieren und in Betrieb nehmen. Allerdings haben Sie damit noch keine Zuschussbewilligung. Falls Sie die Bewilligung des Zuschusses vom BAFA abwarten wollen, sollten Sie auf den postalischen Zuwendungsbescheid warten.

3. Installation und Inbetriebnahme der Anlage

Sie können nun innerhalb einer Frist von ca. 12 Monaten (die Frist steht auch im Zuwendungsbescheid) die Anlage kaufen, installieren und die Inbetriebnahme durchführen lassen (Bewilligungszeitraum).

4. Verwendungsnachweis einreichen Nach Installation und Inbetriebnahme der Solaranlage reichen Sie beim BAFA online per elektronischem Formular den Verwendungsnachweis mit den weiteren notwendigen Unterlagen ein, spätestens jedoch innerhalb von 6 Monaten nach Ablauf des Bewilligungszeitraumes. Sie erhalten dann in der Regel nach ca. 6 - 8 Wochen den Zuschuss auf das von Ihnen im Antrag angegebenen Konto.
Tipp: Bitte beachten Sie unbedingt die Fristen zum Abruf der Förderung, damit diese nicht verstreichen. Wir empfehlen eine möglichst zeitnahe Installation und Inbetriebnahme.

Hinweis: Auszugsweise sind hier obenstehend die wichtigsten Punkte der BAFA-Förderung mit Beispielen und Anmerkungen aufgeführt.

Alle Informationen und Fördervoraussetzungen zum Heizen mit Erneuerbaren Energien finden Sie auf der Webpräsenz des BAFA unter
www.bafa.de


Stellen Sie uns Ihre Fragen zu den Fördermöglichkeiten:





Alle Angaben ohne Gewähr
Es gelten die Bestimmungen der Richtlinien zur Förderung von Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt vom 30.12.2019.


 
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