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Förderung durch das BAFA /
Förderprogramm „Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)“

 

Fördermaßnahmen durch das BAFA im Fördergegenstand „Anlagen zur Wärmeerzeugung (Heizungstechnik)“

Ab dem 01.01.2021 gelten die Bestimmungen der Richtlinien zur Förderung von Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt vom 17.12.2020.

Neu ist in erster Linie die Zusammenführung der staatlichen Zuschüsse als Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG), in welche nun das Marktanreizprogramm MAP eingegliedert wurde. Die bisherigen Fördersätze werden dabei zum Großteil unverändert fortgeführt.

Allgemeine Fördervoraussetzungen


Vorab gilt: Um nicht den Anspruch auf die Förderung zu verlieren ist es ganz wichtig, dass Sie den Förderantrag beim BAFA stellen, bevor Sie den Kaufvertrag mit einem Fachbetrieb abschließen oder mit der geplanten Maßnahme beginnen. Erst nach Eingang des Förderantrags beim BAFA (hier gilt das Eingangsdatum des Antrages beim BAFA) dürfen Sie den Kaufabschluss tätigen, bzw. die Ware kaufen oder bestellen.

Gefördert werden der Einbau von effizienten Wärmeerzeugern, von Solaranlagen zur Brauchwassererwärmung und/oder zur Heizungsunterstützung, und der Anschluss an ein Gebäude- oder Wärmenetz, das erneuerbare Energien für die Wärmeerzeugung mit einem Anteil von mindestens 25 Prozent einbindet. Zum Zeitpunkt der Förderantragstellung beim BAFA muss das Bauantragsdatum des Gebäudes mindestens 5 Jahre zurückliegen. Eine Förderung für Neubauten ist derzeit nicht möglich. Die Antragstellung für Anlagen zur Wärmeerzeugung (bspw. einer Solar- oder Biomasseheizung) kann auch ohne die Einschaltung eines Energieeffizienzexperten erfolgen.

Die Förderübersicht ab 01.01.2021

Hier geben wir Ihnen eine kurze Übersicht über die möglichen Förderungen (Investitionszuschüsse) durch das BAFA: (1)


  • Der Fördersatz einer Biomasseanlage oder Wärmepumpenanlage beträgt

    • im Gebäudebestand: 35%
    • bei Austausch einer Ölheizung erhöht sich der Zuschuss um 10%
    • bei besonders emmisionsarmen Biomasseanlagen erhöht sich der Zuschuss um weitere 5%


  • Der Fördersatz einer Solarkollektoranlage(2) beträgt

    • im Gebäudebestand: 30%
    • alternativ kann auch bei großen Solaranlagen eine Ertagsabhängige Förderung beantragt werden


  • Der Fördersatz einer Erneuerbaren Energien Hybridheizung (EE-Hybride)(3) beträgt

    • im Gebäudebestand: 35%
    • bei Austausch einer Ölheizung erhöht sich der Zuschuss um 10%


  • Der Fördersatz einer Gas-Hybridheizung mit erneuerbarer Wärmeerzeugung beträgt

    • im Gebäudebestand: 30% (5)
    • bei Austausch einer Ölheizung erhöht sich der Zuschuss um 10% (5)


Der Gebäudebestand ist gegeben, wenn zum Zeitpunkt der Förderantragstellung beim BAFA das Bauantragsdatum für das Gebäude mindestens 5 Jahre zurückliegt.

1) Die Fördersätze beziehen sich auf die förderfähigen Kosten für die beantragte Maßnahme
2) Da eine Solarkollektoranlage nie allein die gesamte Heizlast eines Gebäudes tragen kann, wird hier eine Austauschprämie nur in Kombination einer EE-Hybride gewährt.
3) Kombination einer Biomasse-, Wärmepumpen- und/oder Solarkollektoranlage
4) Renewable Ready: Installiert wird eine Gasbrennwertheizung mit Speicher und Steuerungs- und Regelungstechnik für die spätere Einbindung eines erneuerbaren Wärmeerzeugers.
5) Gilt für die gesamte förderfähige Anlage, inkl. erneuerbarer Wärmeerzeuger.


Fallbeispiele:


Beispiel 1: Sie möchten Ihren Ölkessel austauschen und einen Holzvergaserkessel BioX in Kombination mit einer Solarthermieanlage installieren.
Für die Solaranlage und den Holzvergaserkessel in Kombination (EE-Hybride) können Sie 35% der förderfähigen Kosten beantragen. Für den Austausch der Ölheizung erhöht sich der Fördersatz um 10 Bonuspunkte (Austauschprämie) auf insgesamt 45%.

Beispiel 2: Sie möchten zusätzlich zur vorhandenen Ölheizung eine Solarthermieanlage zur Brauchwassererwärmung und/oder Heizungsunterstützung installieren.
Hier können Sie 30% der förderfähigen Kosten als Zuschuss beantragen.

Beispiel 3: Sie möchten anstelle Ihrer Ölheizung eine Gas-Brennwertheizung und eine Solarthermieanlage installieren.
Hier können Sie 40% der förderfähigen Kosten als Zuschuss beantragen.


Beispiel zur Berechnung der Heizlastdeckung von 25% von Solaranlagen:
Die Gebäudeheizlast ist bevorzugt nach EN 12831 zu ermitteln, alternativ sind auch überschlägige Heiztlastermittlungen auf der Basis der EN 12831 zulässig
Bei solarthermischen Anlagen wird eine Kollektorleistung von 635 W/m² Bruttokollektorfläche zugrunde gelegt zur Ermittlung der 25 % Heizlast.

Bei einer angenommenen Gebäudeheizlast von 21 kW wäre somit eine Mindestkollektorfläche von 8,27 m² erforderlich (Formel: Heizlast in kW × 0,25 ÷ 0,635 kW/m² ).
Da sich jedoch aufgrund der prozentualen Förderung diese automatisch bei größeren Anlagen erhöht,
empfehlen wir eine detailliertere Auslegung. Hier finden Sie die Planungshilfe von Solarbayer .




Was sind förderfähige Kosten?

Folgende Kosten, die tatsächlich entstehen, können für die Förderung angesetzt werden:

  • Anschaffungskosten für die neue Heizung
  • Kosten der Installation, Einstellung und Inbetriebnahme der neuen Heizung
  • folgende notwendige Maßnahmen in unmittelbarem Zusammenhang mit der Installation und Inbetriebnahme der neuen Heizung:
    • Deinstallation und Entsorgung der Altanlage inkl. ggf. Tanks
    • Optimierung des Heizungsverteilsystems (Beispiele: Anschaffung und Installation von Niedertemperatur-Heizkörpern, Verrohrung, Hydraulischer Abgleich, Einstellen der Heizkurve, ...)
    • notwendige Wanddurchbrüche
    • Erdbohrungen zur Erschließung der Wärmequelle bei Wärmepumpen
    • Schornsteinsanierung
    • Anschaffung und Installation von Speichern bzw. Pufferspeichern

  • Kosten für die Errichtung eines Staubabscheiders oder einer Einrichtung zur Brennwertnutzung bei Biomasseanlagen
  • Ausgaben für die Einbindung von Experten für die Fachplanung und Baubegleitung des Einbaus der geförderten Anlage


Die förderfähigen Kosten, die anerkannt werden können, sind begrenzt:

  • bei Gebäuden, die überwiegend dem Wohnen dienen (Wohngebäude), werden max. 60.000 Euro je Wohneinheit als förderfähige Kosten anerkannt
  • bei Gebäuden, die nicht überwiegend dem Wohnen dienen (Nichtwohngebäude), werden max. 1.000 Euro pro Quadratmeter Nettogrundfläche, insgesamt maximal 15 Millionen Euro je Gebäude als förderfähige Kosten anerkannt

Grundsätzlich können hier die Bruttokosten, d.h. inklusive Umsatzsteuer, angesetzt werden. Allerdings können vorsteuerabzugsberechtigte Antragsteller nur die Nettokosten geltend machen.



BAFA - Merkblatt zu den förderfähigen Kosten




Das Antragsverfahren

  • Das sollten Sie vor der Antragstellung beachten:

    Die Investitionszuschüsse im Programm Heizen mit erneuerbaren Energien sind immer vor dem Kauf der Anlage bzw. Vertragsschluss mit einem Installateur beim BAFA zu beantragen. Die Antragstellung erfolgt via Onlineformular, die entsprechenden Antragsformulare finden Sie auf der Website des BAFA www.bafa.de

    WICHTIG: Da die Fördersumme abhängig von den Leistungen bzw. den Kosten der Maßnahme ist, die gefördert werden sollen, benötigen Sie die förderfähigen Kosten bereits vor der Antragstellung durch Einholung der entsprechenden Angebote. Diese Kosten müssen bereits bei der Antragstellung angegeben werden und können im Nachhinein nicht mehr nach oben geändert werden.



Möglicher Ablauf der Antragstellung beim BAFA

1. Antrag stellen

Wichtig ist zunächst, dass Sie den Förderantrag beim BAFA stellen, bevor Sie den Kaufvertrag mit einem Fachbetrieb abschließen oder mit der geplanten Maßnahme beginnen. Sämtliche Angebote über förderfähige Kosten sollten Ihnen dann bereits vorliegen, denn diese können laut BAFA später nicht mehr nach oben korrigiert werden.
Tipp: Bei der Antragstellung können wir Sie gerne unterstützen.

2. Rückmeldung vom BAFA

Sie erhalten vom BAFA per E-Mail in der Regel unmittelbar nach erfolgter Online-Antragstellung eine kurze Bestätigung über den Eingang des Antrages, sowie nach ca. 5 - 10 Wochen (je nach Auslastung) postalisch die weiteren Förderunterlagen (Zuwendungsbescheid, Verwendungsnachweis, Fördervoraussetzungen, Hinweise über noch einzureichende Unterlagen, ...) und die Online-Zugangsdaten für den Upload der Förderunterunterlagen mit Verwendungsnachweis.
Tipp: Nach Erhalt der Eingangsbestätigung vom BAFA dürfen Sie mit der geplanten Maßnahme beginnen und die Anlage installieren und in Betrieb nehmen. Allerdings haben Sie damit noch keine Zuschussbewilligung. Falls Sie die Bewilligung des Zuschusses vom BAFA abwarten wollen, sollten Sie auf den postalischen Zuwendungsbescheid warten.

3. Installation und Inbetriebnahme der Anlage

Sie können nun innerhalb einer Frist von ca. 24 Monaten (die Frist steht auch im Zuwendungsbescheid) die Anlage kaufen, installieren und die Inbetriebnahme durchführen lassen (Bewilligungszeitraum).

4. Verwendungsnachweis einreichen Nach Installation und Inbetriebnahme der Solaranlage reichen Sie beim BAFA online per elektronischem Formular den Verwendungsnachweis mit den weiteren notwendigen Unterlagen ein, spätestens jedoch innerhalb von 6 Monaten nach Ablauf des Bewilligungszeitraumes. Sie erhalten dann in der Regel nach ca. 6 - 8 Wochen den Zuschuss auf das von Ihnen im Antrag angegebenen Konto.
Tipp: Bitte beachten Sie unbedingt die Fristen zum Abruf der Förderung, damit diese nicht verstreichen. Wir empfehlen eine möglichst zeitnahe Installation und Inbetriebnahme.

Hinweis: Auszugsweise sind hier obenstehend die wichtigsten Punkte der BAFA-Förderung mit Beispielen und Anmerkungen aufgeführt.

Alle Informationen und Fördervoraussetzungen zum Heizen mit Erneuerbaren Energien finden Sie auf der Webpräsenz des BAFA unter
www.bafa.de


Stellen Sie uns Ihre Fragen zu den Fördermöglichkeiten:





 
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